Elektronische Kesselüberwachung

Elektronische Kesselüberwachung und -steuerung

Bei elektronischen Systemen werden Sonden als Messwertgeber eingesetzt. Sie nutzen die elektrische Leitfähigkeit des Kesselwassers, um zu erkennen, ob sich die Spitze des Elektrodenstabes im Wasser oder im Dampfraum befinden. Je nach Anwendung werden die Elektroden in einem Anbaugehäuse außerhalb der Kesseltrommel oder in einem Schaumschutzrohr innerhalb des Kessels eingesetzt. Die Messung des Aggregatzustandes findet zwischen der Elektrodenspitze und der Wand des Messgefäßes bzw. Schutzrohres statt.

Niveaubegrenzer von IGEMA entsprechen der EG-Richtlinie 2014/68/EU Anhang II (Module B+D, Kategorie IV) und den angewandten Regelwerken EN 12953-9 und EN 12952-11.

 

Kontinuierliche und diskontinuierliche Regelung

Die diskontinuierliche Regelung wird überwiegend bei kleineren Dampfkesseln mit geringer Leistung eingesetzt, da aufgrund der sprunghaften Wassernachspeisung die Temperaturschwankungen im Kessel ziemlich groß sind. Die kontinuierliche Regelung erlaubt demgegenüber eine noch wirtschaftlichere Dampferzeugung mit hoher Qualität.

 

Leitfähigkeitsbegrenzung & -regelung

Im laufenden Betrieb erhöhen sich die im Kesselwasser gebundenen Inhaltsstoffe. Um den negativen Folgen (Schäumen, Ablagerungen) eines zu hohen Salzgehaltes im Kesselwasser vorzubeugen, dürfen vorgegebene Grenzwerte nicht über­schritten werden.

Mit Hilfe eines Absalzregelventils wird eingedicktes Kesselwasser kontinuier­lich entnommen und Frischwasser nachgespeist. Bei Überschreitung der Grenzwerte sorgt die Leitfähigkeits­begrenzung für eine rechtzeitige Brennerabschaltung.

Im Kessel abgesunkene Fremdstoffe werden durch kurzzeitiges Öffnen eines Abschlammventils entfernt.

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